News - BAFA Förderung ab 01.01.2020

Ab dem 01.01.2020 gelten die Bestimmungen der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 30.12.2019.

Die Zuschüsse des BAFA für Investitionen zum Heizen mit Erneuerbaren Energien (Solarthermie, Biomasse und Wärmepumpen) wurden durch das Bundesumweltministerium geändert, bzw. zum Teil noch deutlich erhöht.
 

Die Förderübersicht ab 01.01.2020

Hier geben wir Ihnen eine kurze Übersicht über die möglichen Förderungen (Investitionszuschüsse) des BAFA:

 
  • Der Fördersatz einer Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage beträgt
     
    • im Gebäudebestand: 35% (1)
    • im Gebäudebestand mit Austauschprämie (*) der alten Ölheizung: 45% (1)
    • im Neubau: 35% (1)

     
  • Der Fördersatz einer Solarkollektoranlage(2) beträgt
     
    • im Gebäudebestand: 30% (1)
    • im Neubau: 30% (1)

     
  • Der Fördersatz einer Erneuerbaren Energien Hybridheizung (EE-Hybride)(3) beträgt
     
    • im Gebäudebestand: 35% (1)
    • im Gebäudebestand mit Austauschprämie (*) der alten Ölheizung: 45% (1)
    • im Neubau: 35% (1)

     
  • Der Fördersatz einer Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung beträgt
     
    • im Gebäudebestand: 30% (5)
    • im Gebäudebestand mit Austauschprämie (*) der alten Ölheizung: 40% (5)

     
(*) Die Austauschprämie ist nur möglich, wenn für den alten Ölkessel keine gesetzliche Austauschpflicht besteht!
 
1) Die Fördersätze beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme
2) Da eine Solarkollektoranlage nie allein die gesamte Heizlast eines Gebäudes tragen kann, wird hier keine Austauschprämie gewährt.
3) Kombination einer Biomasse-, Wärmepumpen- und/oder Solarkollektoranlage
4) Renewable Ready: Installiert wird eine Gasbrennwertheizung mit Speicher und Steuerungs- und Regelungstechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers.
5) Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, inkl. erneuerbarer Wärmeerzeuger.
 
 

Fallbeispiele:

 
Beispiel 1: Sie möchten Ihren alten Ölkessel austauschen und einen Holzvergaserkessel BioX in Kombination mit einer Solarthermieanlage installieren.
Für die Solaranlage und den Holzvergaserkessel in Kombination (EE-Hybride) können Sie 35% der gesamten förderfähigen Kosten beantragen. Insofern für den Ölkessel noch keine gesetzliche Austauschpflicht besteht erhöht sich der Fördersatz um 10 Bonuspunkte (Austauschprämie) auf insgesamt 45%.

Beispiel 2: Sie möchten zusätzlich zur alten Ölheizung eine Solarthermieanlage installieren. Hier können Sie 30% der gesamten förderfähigen Kosten als Zuschuss beantragen.

 

Das Antragsverfahren

  • Das sollten Sie vor der Antragstellung beachten:

    Die Investitionszuschüsse im Programm Heizen mit erneuerbaren Energien sind immer vor dem Kauf der Anlage bzw. Vertragsschluss mit einem Installateur beim BAFA zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt via Onlineformular, die entsprechenden Antragsformulare finden Sie auf der Website des BAFA www.bafa.de

    WICHTIG: Da die Fördersumme abhängig von den Leistungen bzw. den Kosten der Maßnahme ist, die gefördert werden sollen, benötigen Sie die förderfähigen Kosten bereits vor der Antragstellung durch Einholung der entsprechenden Angebote. Diese Kosten müssen bereits bei der Antragstellung angegeben werden und können im Nachhinein nicht mehr nach oben geändert werden.


     

Was sind förderfähige Kosten?

  • Folgende tatsächlich entstandene Kosten können für die Förderung angesetzt werden:


    Die förderfähigen Kosten, die anerkannt werden können, sind begrenzt:
    • Anschaffungskosten für die neue Heizung
    • Kosten der Installation, Einstellung und Inbetriebnahme der neuen Heizung
    • folgende notwendige Maßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizung:
      • Deinstallation und Entsorgung der Altanlage inkl. ggf. Tanks
      • Optimierung des Heizungsverteilsystems (Anschaffung und Installation von Flächenheizkörpern, Verrohrung, Hydraulischer Abgleich, Einstellen der Heizkurve etc.)
      • notwendige Wanddurchbrüche
      • Erdbohrungen zur Erschließung der Wärmequelle bei Wärmepumpen
      • Schornsteinsanierung
      • Anschaffung und Installation von Speichern bzw. Pufferspeichern
    • Kosten für die Errichtung eines Staubabscheiders oder einer Einrichtung zur Brennwertnutzung bei Biomasseanlagen
    • Ausgaben für die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung des Einbaus der geförderten Anlage
    • bei Gebäuden, die überwiegend dem Wohnen dienen (Wohngebäude), können max. 50.000 Euro pro Wohneinheit anerkannt werden,
    • bei Gebäuden, die nicht überwiegend dem Wohnen dienen (Nichtwohngebäude), können max. 3,5 Mio. Euro pro Gebäude anerkannt werden.
Werden Unternehmen nach der AGVO gefördert, sind nur die Mehrkosten der beantragten Maßnahme gegenüber einer technisch und wirtschaftlich realistischen weniger umweltfreundlichen Alternative (Investitionsmehrkosten) förderfähig.
Grundsätzlich können hier die Bruttokosten, d.h. inklusive Umsatzsteuer, angesetzt werden. Allerdings können vorsteuerabzugsberechtigte Antragsteller nur die Nettokosten geltend machen.

Hinweis: Auszugsweise sind hier obenstehend die wichtigsten Punkte der BAFA-Förderung mit Beispielen und Anmerkungen aufgeführt. Der Gebäudebestand ist gegeben, wenn vor der Inbetriebnahme der beantragten Fördermaßnahme im Gebäude seit mehr als zwei Jahren ein anderes Heizungssystem oder Kühlsystem installiert ist.

Alle Informationen und Fördervoraussetzungen zum Heizen mit Erneuerbaren Energien finden Sie auf der Webpräsenz des BAFA unter www.bafa.de

Quelle: https://www.solarbayer.de/foerderung.html